Pipsologie- COT Report aktuallisiert und analysiert 10.3.2012

COT Report aktuallisiert und analysiert 10.3.2012

Der neue COT Report Index für Devi­sen und den S&P 500 ist aktual­li­siert. Der Index sol­l hel­fen, einen objek­ti­ven Über­blick auf die kom­menden Wochen im Devi­sen Futures Markt zu erhal­ten. Der Index hilft mit­tel­fris­tige Trends zu erkennen.

Zur Ana­lyse binde ich ab die­ser Woche zudem „Open Interest“-Daten aus dem Futu­re­markt des COT Reports ein. Diese soll­ten meine Ana­ly­sen verbessern.

EURUSD

Die Posi­tio­nen der Kom­mer­zi­el­len und Nicht-Kommerziellen sind immer noch stark auf einen fal­len­den Euro posi­tio­niert. „Open Inte­rest“ stei­gen, was auf eine Ver­stär­kung des Trends hin­deu­tet. Mei­nes Erach­tes soll­ten wir in den nächs­ten Wochen neue Tiefs unter­halb des Tiefs vom 16. Januar errei­chen (1.2624).

openinterest Euro

USDJPY

Die Posi­tio­nen von Kom­mer­zi­el­len und Nicht-Kommerziellen ver­stär­ken sich wei­ter. Die „Open Interest“-Daten blei­ben fast unver­än­dert. Ich erwarte wei­tere Anstiege im USDJPY in den näch­ten Wochen, viel­leicht aber nicht mehr so stark wie in den letz­ten drei Wochen.

Open Interests JPYUSD

GBPUSD

Seit Juli zeigt der COT Report Index auf einen fal­len­den GBPUSD. Volu­men und „Open Inte­rests“ zei­gen jedoch im letz­ten Monat schwä­chelnde Zah­len, was even­tu­ell den Auf­stieg im letz­ten Monat erklä­ren kann. Diese Woche stie­gen die „Open Interest“-Daten wie­der ein wenig. Ich warte eine wei­tere Woche, um eine Pro­gnose anhand des COT Reports zu geben.

Open Interests GBPUSD

USDCHF

Nach­dem die schwei­ze­ri­sche Noten­bank im Sep­tem­ber den schwei­zer Fran­ken de facto an den Euro gebun­den hat, posi­tio­nie­ren sich diese zuguns­ten des US Dol­lars. „Open Inte­rests“ stei­gen ohne Unter­bruch. Trotz­dem fällt der USDCHF Im Januar bis Mitte Februar. Inzwi­schen jedoch kor­re­liert der Index wie­der mit dem Kurs. Ich ten­diere zu glau­ben, dass der USDCHF wei­ter steig.

Open Interests CHFUSD

USDCAD

Vor einem Monat kam es zu einer Trend­wende im Futu­re­markt in die­sem Wäh­rungs­paar. Die­ser neue Trend ver­stärkt sich diese Woche wei­ter. Die „Open Inte­rests“ stei­gen auch. Damit sind ein­deu­tig Shorts beim USDCAD zu bevor­zu­gen (der CAD sollte sich gegen­über dem USD verstärken).

openinterest_cad

AUDUSD

Ich habe vor einer Woche erwar­tet, dass es zu zu einer even­tu­el­len Trend­wende in die­sem Paar kom­men könnte.Tatsächlich viel der Kurs und auch die Posi­tio­nen imCOT Report Index haben sich ver­klei­nert. „Open Inte­rest“ blei­ben etwa auf glei­chen Niveau wie zur Vor­wo­che. Ich warte eine Woche ab, bis ich wie­der eine Ana­lyse wage.

[Aus tech­ni­schen Grün­den habe ich es nicht geschafft, einen Chart in die­sem Paar zu kreiiren]

S&P 500

Der S&P 500 muss ein wenig anders gele­sen wer­den als die For­ex­paare: Es ist nor­mal, dass Kom­mer­zi­elle und Nicht-Kommerzielle hier Short lie­gen, da beide Grup­pen ihre Aktien hedgen. Kom­mer­zi­elle und Nicht-Kommerzielle hedgen Ihre Posi­tio­nen auf tie­fen Niveau. Ich sehe daher Platz für wei­tere Auf­stiege des Indi­zes SP500, und noch keine Zei­chen für eine Blase.

Net-Positonierungen und „Open Inte­rests“ blei­ben auf tie­fen Niveau. Ich sehe daher wei­te­res Poten­tial für Auf­stiege im Aktienmarkt.

openinterest_sp500

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2 Kommentare

  1. Michael R.
    Am 11. März 2012 um 4:18 PM Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hallo Herr Paz,
    habe gerade wie­der Ihre Ana­lyse zum COT Report gelesen.Könnten Sie viel­leicht noch­mal kurz erklä­ren, was diese Open Inte­rest Daten bedeu­ten und wie man sie interpretiert?Sind das die Daten der Klein­an­le­ger, die meis­tens falsch liegen?

    • Am 13. März 2012 um 11:31 PM Uhr veröffentlicht | Permalink

      Im COT Report haben wir es mit einem Ter­min­markt zu tun, im Gegen­satz zu dem Kas­sa­markt, den wir nor­ma­ler­weise im Forex han­deln. “Open Inte­rests” sind die aus­ste­hen­den oder noch nicht liqui­dier­ten Kon­trakte. Das “Open Inte­rest” ist die Gesamt­zahl aller aus­ste­hen­den Long– oder Short­kon­trakte im Markt, nicht die Summe der bei­den. Ein Kon­trakt muss sowohl einen Käu­fer als auch einen Ver­käu­fer haben. Darum ergibt sich nor­ma­ler­weise ein Gleich­ge­wicht zwi­schen den Kom­mer­zi­el­len auf der einen Seite der Glei­chung und den Nicht-Kommerziellen und Nicht-Meldepflichtigen auf der ande­ren Seite. Wie ent­steht also eine Ver­än­de­rung im “Open Inte­rest”?
      1. Käufer-neue Posi­tion long –> Verkäufer-neue Posi­tion Short–>“Open Inte­rest” steigt.
      2. Käufer-neue Posi­tion long –>Ver­käu­fer alte Posi­tion long–>“Open Inte­rest” bleibt gleich.
      3. Käufer-alte Posi­tion short –>Ver­käu­fer neue Posi­ton long–>“Open Inte­rest” bleibt gleich.
      4. Käufer-alte Posi­tion short–>Verkäufer alte Posi­tion long–> “Open Inte­rest” sinkt.
      Wir kön­nen also durch die “Open Inte­rests” ler­nern, ob ein Trend schwach ist oder stark.

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