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Die Selbstsicherheit des europäischen Notenbankenchefs gerät ins Wanken – der Wochenausblick

25. Januar 2016 Von: PipsologeKommentieren

Mario Draghis Satz am 26. Juli 2012 in London: «Innerhalb unseres Mandats ist die EZB bereit, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten… und glauben Sie mir, das wird ausreichen» hatte eine magische Wirkung auf die Märkte. Bis zu Draghis Aussage glaubten viele Marktteilnehmer, dass die Tage des Euros gezählt sind – die Finanzkrise hatte damals die Eurozone mit voller Wucht erreicht, und die Staatspleite Griechenlands galt bereits als gegebene Realität. Der Satz Draghis hat den Glauben an die Gemeinschaftswährung wieder gestärkt und Mario Draghi wurde durch seine Aussage zum Helden erkoren.  Es ist darum kein Wunder, dass der EZB-Präsident diesen Satz in verschiedenen Varianten seit damals mehrmals wiederholt hat, jedes Mal mit relativ guten Resultaten. Auch am letzten Donnerstag, nach dem EZB-Entscheid, hob er den Willen zur Entschlossenheit der europäischen Zentralbank hervor, alles zu tun, um die Preisstabilität, und damit das Mandat der EZB, langfristig zu erreichen. Interessanterweise hatte der Satz jedoch, jedenfalls meines Erachtens, viel an Glaubwürdigkeit verloren, vor allem als er während der Fragen durch die anwesenden Journalisten zugab, dass sich die Konditionen für die Preisstabilität zunehmend verschlechtern, aber das dies kein Grund für die EZB sei, aufzugeben. Die magischen drei Worte «Es wird ausreichen» fehlten. Es lag sogar ein Ton des Zögerns und des Trotzes in der Stimme des EZB-Präsidenten. Fakt ist, dass weder die japanische Notenbank, die bereits über ein Jahrzehnt gegen die Deflation ankämpft, noch die amerikanische Notenbank in den letzten Jahren, noch die EZB ein Rezept gefunden haben, um die Preisstabilität ihres Mandates mittelfristig zu erreichen. Die unkonventionellen monetären Massnahmen der Notenbanken seit der Finanzkrise sind einmalig und ein riesiges Experiment, dessen langfristigen Auswirkungen niemand vorhersehen kann.

Übrigens, die Presseerklärung und die Aussagen von Mario Draghi lassen vermuten, dass die EZB im März die lockere Geldpolitik weiter ausweiten wird.

Wochenausblick 25. – 29. Januar 2016

Folgende Ereignisse der kommenden Woche sollten besonders beobachtet werden:

  1. Die FOMC Sitzung und der Leitzinsentscheid am Mittwoch: Zwar ist keine Pressekonferenz nach der Sitzung geplant, trotzdem könnten in der Presseerklärung wichtige Hinweise auf zukünftige Handlungen auftreten
  2. Der Leitzinsentscheid der japanischen Notenbank. Es verstärkt sich die Meinung der Marktteilnehmer, dass die BoJ im März eventuell die lockere Geldpolitik weiter ausweiten könnte.
  3. Die Rede des Gouverneurs der englischen Notenbank vor dem englischen Parlament zum Finanzstabilitätsreport. Ziehmlich sicher wird er sich Fragen zu China und der Weltwirtschaft beantworten müssen.
  4. Der neuseeländische Leitzinsentscheid am Mittwoch

Die Liste der Wirtschaftsnachrichten für die kommende Woche ist nicht vollständig, und hat nicht das Ziel vollständig zu sein. Die Liste soll auf wesentliche Nachrichten in Bezug auf Devisen aufmerksam machen, wobei besonderer Wert auf inflationsbezogene Nachrichten gelegt werden. Die Inflation hat langfristig den grössten Einfluss auf den Wert von Devisen. Vollständigere Kalender für Wirtschaftsnachrichten findet man entweder bei Forexfactory.com (Englisch) und Finanznachrichten.de (Deutsch).  Es ist wichtig anzumerken, dass die Zukunft ungewiss ist, und dass die wirklich grossen Ereignisse als Überraschungen kommen, wie zum Beispiel politische Ereignisse oder Naturkatastrophen.

Weltweit

Mittwoch 16:30 – Erdöl-Lagerbestände

USA Wirtschaftsnachrichten – Leitzinsentscheid

Dienstag 16:00 – CB Verbrauchervertrauen

Mittwoch 15:00 – Neue Hausverkäufe

Mittwoch 20:00 – Leitzinsentscheid und FOMC-Presseerklärung

Donnerstag 14:30 – (Kern)-Gebrauchsgüteraufträge

Donnerstag 16:00 – Ausstehende Hausverkäufe

Freitag 14:30 – Erste Schätzung des Bruttoinlandprodukt (Quartal), erste Schätzung BIP Preisindex, Arbeitskostenindex und Warenhandelsbilanz

Freitag 15:45 – Chicago Einkaufsmanagerindex

Freitag 16:00 – Michigan Konjunkturerwartungen

Europa Wirtschaftsnachrichten

Montag 10:00 – ifo-Geschäftsklimaindex und Geschäftserwartungsindex

Montag 19:00 – Rede von EZB-Präsident Mario Draghi zum Neujahrsempfang an der deutschen Börse

Donnerstag 9:00 – Arbeitslosenquote Spaniens

Donnerstag 14:00 – Schätzung deutscher Konsumentenpreisindex (Inflation)

Freitag 8:00 – Einkaufsmanagerindex Deutschland

Freitag 9:00 – Konsumentenpreisindex und Bruttoinlandprodukt Spanien

Freitag 10:00 – M3 Geldmenge

Freitag 11:00 – Schätzung (Kern)-Konsumentenpreisindex Eurozone

China Wirtschaftsnachrichten

Keine geplanten, wichtigen Wirtschaftsnachrichten

Japan Wirtschaftsnachrichten – Leitzinsentscheid

Donnerstag 0:50 – Einzelhandelsverkäufe

Freitag 0:30 – Haushaltausgaben

Freitag 6:00 – Leitzinsentscheid, Presseerklärung, Prognosebericht und mögliche Pressekonferenz

England Wirtschaftsnachrichten

Dienstag 11:45 – Der Gouverneur der englischen Notenbank spricht vor dem Parlament über den Finanzstabilitätsreport

Donnerstag 10:30 – Geschätztes Bruttoinlandprodukt

Kanada Wirtschaftsnachrichten

Freitag 14:30 – Bruttoinlandprodukt und Rohstoffpreisindex

Australien Wirtschaftsnachrichten

Montag – Bankenfeiertag

Montag 1:30 – NAB Geschäftsvertrauen

Mittwoch 1:30 – Konsumentenpreisindex (Inflation)

Donnerstag 1:30 – Importpreise

Freitag 1:30 – Produktionspreisindex (Inflation)

Neuseeland Wirtschaftsnachrichten – Leitzinsentscheid

Mittwoch 21:00 – Leitzinsentscheid und Presseerklärung

Mittwoch 22:45 – Handelsbilanz

Schweiz Wirtschaftsnachrichten

Freitag 9:00 – KOF Wirtschaftsbarometer

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Dieser Beitrag wurde unter Wochenausblick veröffentlicht, und unter den Stichwörtern BIP, EZB, Konjunktur, Weltwirtschaft, Wirtschaftsnachrichten getaggt

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Über mich

Gil Paz (Jahrgang 1975) - Seit 1999 Börsianer, seit 2012 Vollzeittrader. Studierter Historiker und Politologe.
Liebt und lebt die Märkte und denkt in diesem Augenblick wahrscheinlich über die nächste Handelsidee nach. Weiterlesen…

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