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Das Gleichgewicht eines guten Traders

19. September 2012 Von: PipsologeKommentieren

Ein guter Trader braucht zwei Charaktere, die fast gegensätzlich zueinander sind, Selbstvertrauen auf der einen Seite und Bescheidenheit auf der Anderen..

Vertrauen/ Selbstvertrauen

Er braucht auf der einen Seite viel Selbstvertrauen in sich und seine Analyse, um erfolgreich zu traden. Ohne dieses Selbsvertrauen wird ein Trader keine Orders öffnen (ausser man ist ein Zocker- aber ein Zocker verliert über kurz oder lange immer). Man braucht extrem viel Selbstvertauen, wenn man gegen die allgemeine Meinung traden will, oder gegen die Meinung eines sogenannten „Gurus“ oder „Experten“. Man braucht viel Selbstvertrauen am eigenen System festzuhalten, auch wenn man eine Verluststrähne von 5 nacheinanderfolgenden Trades hat.

Selbstvertrauen erhält man, wenn man weiss was man tut. Um dieses Selbstvertrauen herzustellen, muss man lernen-ein Traderleben lang. Der Markt verändert sich ständig, und man muss lernen, mit diesen Veränderungen zu leben.

Einer der Hauptgründe, warum Signaldienste und gekaufte Expert Advisors meisstens nicht funktionieren ist meines Erachtens die Tatsache, dass der Benutzer nicht genug Vertrauen in diese Systeme stecken kann, da er das System normalerweise nicht vollständig versteht und daher auch nicht das nötige Vertrauen in das Produkt legen kann. Das führt dann dazu, dass wir nach einigen Verlusttrades das System als „nicht funktionierend“ abtun wird und es beiseite legen wird.

Bescheidenheit

Die zweite Charaktereigenschaft ist „Bescheidenheit“. Man muss verstehen, dass man im Markt nicht immer gewinnen kann. Bei einem Trade macht eine Seite ein Verlust und die Andere einen Gewinn. Es ist überheblich zu denken, dass man immer gewinnen kann. Es gibt viele gescheite Leute auf dieser Welt die am Markt teilnehmen, und niemand ist so viel schlauer, dass er immer auf der Gewinnerseite stehen wird. Man muss schlau genug sein und Bescheiden um dies zu verstehen.

Oftmals denken wir, dass man jeden Verlusttrade analysieren muss, verstehen muss, was man falsch gemacht hat, und dann die Konsequenzen ziehen. Aber nicht jeder Velusttrade ist ein falscher Trade, und man kann nicht von jedem Verlusttrade etwas lernen. Der Markt bewegt sich organisch, ein wenig wie eine Pflanze. Wenn man einen Olivenbaum anschaut, kann man auch nicht aus jeder Verrenkung im Stamm verstehen, warum er sich nun verrenkt hat – man muss es einfach akzeptieren. Es ist nie schön einen Verlusttrade zu schliessen, aber eine bescheidene Person kann lernen, damit zu leben.

Selbstvertrauen und Bescheidenheit bilden ein Gleichgewicht im Traderverhalten. Dieses Gleichgewicht wird von Zeit zu Zeit erschüttert oder bedroht. Zum Beispiel, wenn man ein halbes Jahr erfolgreich tradet und kontinuierlich Gewinne auszahlen lassen kann. Normalerweise wird danach das Gleichgewicht gestört, indem das Selbstvertrauen zu stark wird und die Bescheidenheit zu schwach. Die Rechnung auf dieses Ungleichgewicht wird prompt gestellt- ein grosser Verlust wird in erwarten. Auch das Gegenteil kann passieren- nomralerweise nach einer langen Verluststrähne (zum Beispiel in einer Seitwärtsperiode). In diesem Fall schrumpft das Selbstvertrauen und die Angst steigt. Aus Angst wird der Trader nur noch mehr Fehler machen. Ein guter Freund oder ein Coach kann einem aus diesem Loch herausholen.

Dieser Beitrag ist nicht durch eine empirische Studie entstanden, sondern durch Beobachtung. Als Account Manager bei einem Forex Broker hatte (und habe) ich in den letzten Jahren die Möglichkeit, hunderte von Trader persönlich kennen zu lernen, sie zu coachen, aber auch von ihnen zu lernen.

 

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Über mich

Gil Paz (Jahrgang 1975) - Seit 1999 Börsianer, seit 2012 Vollzeittrader. Studierter Historiker und Politologe.
Liebt und lebt die Märkte und denkt in diesem Augenblick wahrscheinlich über die nächste Handelsidee nach. Weiterlesen…

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