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Swingtrading versus Daytrading

22. August 2014 Von: PipsologeKommentieren

Swingtrading oder Daytrading? Das wird in Handelsforen und in Webinaren immer wieder gefragt und diskutiert. Ich bin überzeugter Swingtrader, und dafür gibt es einige Gründe. im Folgenden werde ich meine Gründe aufführen.

Was ist Daytrader und Swingtrader?

Ein Daytrader handelt während eines Tages und liquidiert am Ende des Tages seine Positionen, damit er ohne Risiko schlafen kann. Der Daytrader handelt normalerweise in kurzen Zeiteinheiten, oft kleiner als Stundencharts. Der Daytrader ist in der Überzeugung, dass viele kleine Gewinne leichter zu realisieren sind als eine grössere Bewegung. Neben den klassischen Kerzencharts benutzen Daytrader oft auch Tickcharts und Renkocharts.

Der Swingtrader hat keine Angst Positionen über Nacht zu halten und handelt normalerweise mehrere Tage oder Wochen. Oft handelt er in Tages-, 4-Stunden- und Stundencharts. Der Swingtrader ist meistens Trendfolger und möchte ganze Wellen (auch Schwünge genannt, daher der Name Swingtrader) eines Trends reiten. Dabei ist er auch bereit, dass der Trend für einige Zeit gegen die offene Position läuft.

Die Vorteile des Swingtraders gegenüber des Daytraders

Wie ich am Anfang des Beitrags bereits erklärt habe, bin ich der Überzeugung, dass Swingtrader gegenüber Daytrader einige Vorteile haben:

Zeitaufwand

Der Daytrader beobachtet den Markt jeden Tag über etliche Stunden, um aus den Fluktuationen des Tages Gewinne zu schlagen. Der zeitliche Aufwand im Daytrading ist gross, da kleinste Bewegungen realisiert, analysiert und ausgenützt werden müssen.

Swingtrader analysieren den Markt einmal die Woche und eventuell jeden Tag und warten dann auf ihre Einstiege, entweder aktiv oder mit Pending Orders. Der grösste zeitliche Aufwand, natürlich je nach Strategie, benötigt das Risikomanagement.

Ein grosses Missverständnis von Anfängern ist, dass sie glauben, dass Daytrading weniger Zeit in Anspruch nimmt als Swingtrading. Das Gegenteil ist der Fall! Den Swingtrader interessieren Intraday Fluktuationen weniger, und muss daher nicht den ganzen Tag vor dem Monitor sitzen. Generell kann gesagt werden: Je kürzer die Zeiteinheit, desto grösser der Zeitaufwand.

Zeitaufwand per gehandelte Zeiteinheit

Je kürzer die gehandelte Zeiteinheit, desto grösser der Zeitaufwand

Anzahl der gehandelten Finanzprodukte

Daytrader handeln normalerweise weniger Finanzprodukte als Swingtrader. Durch den geringeren Zeitaufwand der Singtrader haben diese mehr Zeit mehrere Produkte gleichzeitig zu beobachten und zu handeln. Im Generellen ist dies kein Vor- oder Nachteil. Trendfolger jedoch finden über viele Produkte leichter Trendmärkte.

Kosten

Das wichtigste Argument für den längerfristigen Handel sind die Kosten. Der durchschnittliche individuelle Trader verliert an den Finanzmärkten. In der Studie „Der Handel ist gefährlich für Ihr Vermögen: Die Handelsperformance von individuellen Aktienhänlder“ (Englisch) von Barber und Odean werden die Kosten als Hauptgrund für die Veluste genannt. Die Kosten im Forexhandel setzen sich aus dem Spread, dem Swap und den Slippages zusammen- mehr dazu in meinem Artikel über die Brokerwahl.

Daytrader handeln mehr, und daher sind die Kosten für Daytrader höher. Darum ist es für Daytrader langfristig schwerer, Gewinne zu erwirtschaften. Eine neuere Studie zeigt, dass weniger als 1%  der Daytrader (1000 Trader von 360‘000 Trader) langfristig erfolgreich sind.

Kontogrösse

Viele Trader argumentieren, dass man für Swingtrading ein grösseres Handelskonto benutzt als für das Daytrading. Es ist wahr, dass man mit einem 100$ Konto nur sehr schwer längere Perioden handeln kann, aber seien wir ehrlich: Mit einem 100$ Konto kann man in keiner Zeiteinheit erfolgreich handeln! Ein Kapital von Minimum 2000$ ist erforderlich, um mit realistischem Risikomanagement zu handeln, egal ob Sie Intraday handeln oder Positionen über mehrere Tage halten.

Chancen/Risiko-Verhältnis

Daytrader sind in Bezug auf das Chancen/Risikoverhältnis im Nachteil gegenüber Swingtrader. Der Grund liegt beim Spread: Nehmen wir z.B. den EURUSD mit 2 Pips Spread und einen Trader mit einem T/P von 10 Pips und einem S/L von 10 Pips, also einem Chancen/Risikoverhältnis von 1/1. Wegen dem Spread beginnt der Trade zwei Pips im Minus, wobei der T/P 12 Pips vom Einstieg entfernt ist und der S/L nur 8 Pips.  Eine Handelsstrategie mit einer Erfolgsquote von 60% ist erforderlich, um ein Breakeven zu erreichen. Wenn Sie jedoch mit einem T/P von 100 Pips und einen S/L von 100 Pips setzen und zwei Pips Spreads bezahlen, beginnen Sie den Trade 102 Pips vom T/P entfernt und 98 Pips vom S/L. Eine Performance von 51% reicht, um ein Breakeven zu erreichen.

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Gil Paz (Jahrgang 1975) - Seit 1999 Börsianer, seit 2012 Vollzeittrader. Studierter Historiker und Politologe.
Liebt und lebt die Märkte und denkt in diesem Augenblick wahrscheinlich über die nächste Handelsidee nach. Weiterlesen…

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